Das Plakatmotiv der PLAYMOBIL-Ausstellung © Conny Koeppl, kasperkoeppl gbr Das Gespenst versteckt sich in jedem Themenbereich und führt die kleinen Besucher durch die Ausstellung © OBK Das Schloss im Grünen © I.E. Fischer Der PLAYMOBIL-Ausstellungsbereich auf einer riesigen Weltkarte in der Neuen Orangerie © OBK Museum und Forum Schloss Homburg in der Abenddämmerung © I.E. Fischer Die Zeit der Industrialisierung – erlebbar gemacht mit PLAYMOBIL in der Dauerausstellung im Schloss © OBK

News

Vorfreude. Adventskalender in Europa

Eine Ausstellung des Museums Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin im Forsthaus auf Schloss Homburg vom 23. November 2019 bis 12. Januar 2020

Die Ausstellung „Vorfreude. Adventskalender in Europa" findet im Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz statt. Mit dieser Ausstellung zeigt das Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin erstmals Ausschnitte seiner umfangreichen Kalendersammlung im Oberbergischen Kreis Nordrhein-Westfalens.

Die Ausstellung befasst sich mit der Geschichte der Adventskalender in Europa und vor allem in Deutschland. Sie beginnt mit den „Blättern für den Adventsbaum", einem historischen Vorläufer der heutigen Adventskalender. Gezeigt wird der älteste gedruckte Weihnachtskalender, der 1904 als Beilage des Stuttgarter Tagblatts erschien. Kalender des Münchener Verlegers Gerhard Lang (1881 – 1974) verdeutlichen die gestalterische Vielfalt früher vorweihnachtlicher Zählhilfen. Als sich in den 1920er-Jahren Kalender mit Türchen zum Öffnen durchsetzen, begannen auch europäische Nachbarländer mit deren Herstellung. Nach 1945 trugen dann amerikanische Besatzungssoldaten zur Verbreitung der Adventskalender in den USA bei.

Die Ausstellung stellt Besonderheiten der Kalender europäischer Nachbarländer vor und zeigt aktuelle Adaptionen, beispielsweise einen Ramadan-Kalender. Sie geht auch auf unterschiedliche Kalenderentwicklungen in den beiden deutschen Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Dabei gibt es Ungewöhnliches zu entdecken, wie den „Abreiß-Advent" aus dem Jahr 1989, bei dem die Berliner Mauer in 24 Tagen „abgerissen" werden konnte. Die Ausstellung zeigt, dass nicht immer die Füllung eines Kalenders entscheidend ist. Vorfreude kann auch durch die Bildsprache gut gestalteter Kalender entstehen.

Faltblatt zur Ausstellung im pdf-Format

Bildergalerie

Gerhard Lang/Richard Ernst Kepler: Weihnachts-Kalender [Im Lande des Christkinds]; Beilage der Zeitung „Neues Tagblatt“ Stuttgart, Verlag Friedrich Reichhold, München, 1904; Foto: © Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / Ute Franz-Scarciglia Elisabeth Lörcher: Lied-Kalender für die Adventszeit, Richard Sellmer Verlag, Stuttgart, 1947; Foto: © Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / Ute Franz-Scarciglia Carl Gottlob Schönherr: Adventshäuschen (Nr. 7019); Verlag der St.-Johannis-Druckerei, Dinglingen (Baden), 1927; Foto: © Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / Ute Franz-Scarciglia Melanie Woicke: iftar takvimi – Ramadankalender; Kandil Marketing, Florstadt, 2005; Foto: © Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / Ute Franz-Scarciglia